Meine Ahnenforschung: Familie Ellinger

 

 

 

 

 

I. Forschungsziel:

 

 

 

Ziel der genealogischen Forschung sollte es sein, die väterliche Stammreihe der Familie “Ellinger” zu erweitern, um als bessere Ausgangsbasis für die parallel dazu laufende Forschung nach einem angestammten Urwappen dienen zu können.

 

 

II.  Forschungsverlauf:

 

 

 

Die für die Forschung notwendigen Ausgangsdaten waren mit Ahn Nr. 256, Johannes  *Wolfenbrück 04.03.1642, wie folgt gegeben:

 

 

Wolfenbrück gehörte damals zusammen mit den Gemeinden Marbächle, Kornberg, Hohnhardsweiler, Ebersberg, Glashofen und Hausen zur Pfarrei Oberrot, wo die Kirchenbücher mit den Taufen im Jahre 1623, mit Ehe- und Todeseinträgen erst 1646 beginnen. Lange Zeit war das Pfarramt Oberrot nicht besetzt, so daß sich die Ausarbeitung ais diesem, nicht verhersehbarem Grunde verzögerte.
Schließlich konnte die vom Antragsteller angegebene Geburt für Johannes Ellinger 1642 bestätigt werden, nicht jedoch die Angaben zu dessen Vater Jerg Ellinger. Im Heiratseintrag seines Sohnes im Jahre 1670 wird er bereits als verstorben genannt. Im Taufregister von 1626 bis 1660 fand sich (einschließlich der Pateneinträge) keine einzige Nennung des Names Ellinger mehr, und im Ehe- Sterberegister auch nur der Sohn Johannes (der zeitweise auch Eller geschrieben wurde) und seine Nachkommen.
Vorausgesetzt daß Jerg Ellinger in der Pfarrei Oberrot gestorben ist, so muß das vor 1646 geschehen sein, und da auch seine Frau nicht im Sterberegister erscheint, ist sie entweder auch vor 1646 gestorben oder hat sich vor diesem Jahr wieder verheiratet.
Nun erhob sich die Frage, von wo aus Jerg Ellinger nach Wolfenbrück gekommen ist. Erst 1702 gehörte der Ort zur Hälfte zur Pfarrei Murrhardt. Einen Hinweis aber auf Murrhardt bot der Pate von 1642, Johannes Zügel von Murrhardt.
Eine Durchsicht der Kirchenbücher von Murrhardt brachte weder den Heirateintrag des Jerg Ellinger (der freilich auch in die Lücke 1636 bis 1642 fallen könnte) noch einen anderen hilfreichen Eintrag.

 

 

Weitere Aufschlüsse konnten aus der Durchsicht der limpurgischen Lagerbücher des Amts Oberrot gewonnen werden, besonders desjenigen von 1609 mit Besitzernachträgen. Danach übernahm Georg Ellinger im Jahr 1632 folgende Güter:
Seite 634: einen halben Garten (bis 1643).
Seite 650: ein Häuslein (bis 1632, oder zusammen mit Hans Noll bis 1643), dann
Seite 649: ein Häuslein (von 1639 bis 1643).

 

 

Daraus ergeben sich folgende Schlußfolgerungen:

 

 

1. Jerg Ellinger war seit 1632 in Wolfenbrück, und zwar als limpurgischer Untertan.

 

 

2. 1643 gingen die von ihm innegehabten Güter in andere Hände, und zwar zwei von dreien an Georg Baur, der vielleicht der

 

 

zweite Ehemann der Witwe war.

 

 

3. Zwischen 1632 und 1642 wurde dem Georg Ellinger kein einziges Kind getauft. Daraus  schließen wir, daß  seine Frau

 

 

Maria (1642) seine zweite Frau war und die Hochzeit kurz zuvor stattgefunden hatte. Georg Ellinger wird wohl schon in erster Ehe verheiratet gewesen sein, als er nach Wolfenbrück kam.

 

 

Um seine Herkunft zu ermitteln, haben wir im Staatsarchiv Ludwigsburg die limpurgischen Archivalien des Amts Oberrot durchgesehen. Eine genaue Liste enthält die beiliegende Aufstellung. Daraus ergibt sich, daß es im limpurgischen damals nur ganz wenige Namensträger Ellinger gab, insbesondere in Münster bei Gaildorf (dieser Ort scheidet aber als Herkunft Georgs aus, wie dem Ortssippenbuch Gaildorf zu entnehmen ist).

 

 

Da das limpurgische Gebiet als Herkunft Georgs unwahrscheinlich war, mußten andere Bezirke berücksichtigt werden. Hier müssen wir vorausschicken, daß die Gegend in Murrhardt in der damaligen Zeit ungeheuer zersplittert war, neben Württemberg und Limpurg hatte auch Hohenlohe Besitz dort, das Stift Comburg und ein Adelsgeschlecht.

 

 

Der Name Ellinger kommt aber für die fragliche Zeit in der Pfarrei Murrhardt sehr häufig vor, und dort fanden wir auch einen Jerg Ellinger, der sich 1623 mit Walpurga Klenckh verheiratete, dann für einige Jahre aus den Büchern verschwindet und 1631 noch in Büchelberg ein Kind hatte, danach endgültig aus der Pfarrei verschwand. (Hinter)Büchelberg ist nur zwei Kilometer von Wolfenbrück entfernt.

 

 

Wir gehen für die folgenden Überlegungen davon aus, daß dieser Jerg Ellinger, der 1631 letztmals in Büchelberg genannt ist, personengleich mit dem Jerg Ellinger ist, der 1632 in Wolfenbrück auftaucht.

 

 

Dann wäre die Stammfolge zurückzuführen zu Jacob Ellinger von Mittel- (oder Metel-)Christbach, einem nicht identifizierten, vermutlich abgegangenen kleinen Ort südlich von Murrhardt (nicht identisch mit Mettelbach).

 

 

Jerg Ellinger wäre sonach am 24. Februar 1597 in Mettelbach geboren, der Vater lebte noch 1608 in Mettelbach, muß dann aber vor 1611 nach Metelchristbach gezogen sein, weil dies 1611 (bei der zweiten Heirat seiner Witwe Barbara mit Jerg Kreh aus Karnsberg) als seine Herkunft angegeben wird.

 

 

Nun erhebt sich die Frage, wie es vor Jacob Ellinger weitergeht. Zur gleichen Zeit lebte in Metelchristbach ein Veltin Ellinger, der ebenfalls später in Mettelbach erscheint. Die beiden tauchen sogar manchmal hintereinander in Listen auf und werden wohl Brüder gewesen sein. Von beiden fand sich jedoch weder ein Geburts- noch ein Heiratseintrag in den Kirchenbüchern von Murrhardt, so daß auch keine Aussage über ihren Vater (ihre Väter) gemacht werden kann.

 

 

Eine Durchsicht des (freilich lückenhaften) Heiratsregisters von Welzheim (ab 1597) brachte keinen Aufschluß.

 

 

Immerhin nannten beide ihren ersten Sohn Jerg bzw. Georg, und dies wird (nach dem damaligen Brauch) wohl auch der Name ihres Vaters gewesen sein. Ein Jerg Ellinger erscheint 1573 in der Steuerliste in Gebenweiler im limpurgischen Amt Seelach (5 Kilometer südöstlich von M.christbach), doch kann man über einen Zusammenhang nur spekulieren. Die Gegend gehörte damals zur Pfarrei Welzheim, aus deren Kirchenbüchern sich aber (außer zahlreichen Namensvorkommen Ellinger in Kaisersbach und Umgebung) keine weiteren Hinweise ergaben.

 

 

Immerhin gab es in Kaisersbach um 1600 einen Veltin Ellinger, dessen Tochter sich 1612 nach Kreßberg verheiratete.

 

 

Bis hier gilt meine genealogische Forschung als abgeschlossen, da alle infrage kommenden Quellen durchgearbeitet worden sind. Das heißt nicht, daß in weiterer Umgebung noch Ellinger lebten und auch sicherlich noch gibt.

 

 

 

Sollten Sie als Namensträger “Ellinger” für die Erweiterung meiner Forschung Interesse zeigen, tragen Sie sich bitte in mein Gästebuch mit den erforderlichen und vorhandenen Daten ein. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

 

 

 

 

 

 

III. Väterliche Stammreihe der Familie Ellinger:

 

 

Jacob

 

aus Mettelchristbach

 

 

 

Jerg

*

Mettelbach

24. 02. 1597

 

 

 

Johannes

*

Wolfenbrück

04. 03. 1642

Bauer

 

 

Johannes Michael

*

Wolfenbrück

10. 01. 1707

Zoller und Weber

 

 

Georg Jakob

*

Wolfenbrück

 

04. 01. 1739

Bauer

 

 

Johann

*

Wolfenbrück

 

16. 05. 1768

Zollbeamter

 

 

Johann

*

Wolfenbrück

 

21. 01. 1800

Zollbeamter

 

 

Gottlieb

*

Wolfenbrück

 

29. 07. 1843

Zollbeamter

 

 

Christian

*

Wolfenbrück

 

05. 03. 1873

Arbeiter

 

 

Karl

*

Schwalbach

 

12. 07. 1907

Dreher

 

 

Sohn von Karl:

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottfried Josef

*

Bab Vilbel

 

30. 05. 1941

Kunstschmiedemeister

 

 

dessen Kinder:

 

 

 

 

 

 

 

 

Ivonne Roswitha

*

Usingen

 

26. 12. 1971

 

 

 

Nicole

*

Usingen

 

25. 02. 1976

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nach oben

 

 

 

 

 

Email an Webmaster

 

 

 

 

Aktueller Stand: 3. Oktober 2014